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Sicherheit im PKW

Tag für Tag kommt es zu schweren Verkehrsunfällen auf den Straßen und Autobahnen der Region. Oftmals verhalten sich Verkehrsteilnehmer davor oder danach falsch. Wir möchten Ihnen einige Tipps geben, um Ihre nächste Fahrt durch den Straßenverkehr ein klein wenig sicherer zu machen. Nehmen Sie sich bitte kurz Zeit – auch Sie als guter Autofahrer können unter Umständen noch etwas dazulernen.

Fahrzeugsicherheit

Auch wenn es im ersten Moment mehr Geld kostet als üblich: Lassen Sie Ihr Fahrzeug regelmäßig inspizieren, nicht nur wenn der TÜV fällig ist. Damit bleibt Ihr Auto nicht nur funktionstüchtig, sondern bietet Ihnen und Ihrer Familie auch wesentlich mehr Sicherheit. Ganz besonders wichtig sind in diesem Zusammenhang einwandfreie Reifen, funktionierende Bremsen und eine intakte Beleuchtung. Lassen Sie sich bei Glätte und Schnee außerdem auf keine gefährlichen Rutschpartien ein. Fahren Sie mit Winterreifen – und das von Oktober bis Ostern.

Sicherheitsgurt

Es ist gesetzlich vorgeschrieben und sollte eine Selbstverständlichkeit sein: Das Anlegen des Sicherheitsgurtes. Deshalb ist es absolut nicht nachvollziehbar, weshalb manche Autofahrer auf das Anschnallen verzichten. Häufig wird bereits die Gefahr von leichten Auffahrunfällen unterschätzt. Schon im normalen Stadtverkehr ist ein Festhalten unmöglich. Die Konsequenz: Die Fahrzeuginsassen werden innerhalb von Sekundenbruchteilen mit gewaltiger Wucht nach vorn geschleudert. Weil aber der Sicherheitsgurt fehlt, wird der Körper nicht aufgehalten und schlägt auf brutale Art und Weise gegen die Windschutzscheibe. Bei höheren Geschwindigkeiten wird hingegen der gesamte Körper aus dem Fahrzeug geschleudert. Die Folgen sind schwerste Schädelverletzungen und schreckliche Schnittwunden. In vielen Fällen bezahlen Autofahrer ihre Unvernunft sogar mit dem Leben. Deswegen: Schnallen Sie sich an – egal, wie kurz Ihre bevorstehende Fahrt sein mag.

Sicherheitsausrüstung

Als Autofahrer müssen Sie ein Warndreieck und einen Verbandkasten mitführen. Doch damit allein ist es noch lange nicht getan. Sie sollten die Sicherheitsausrüstung auch griffbereit halten und mit der korrekten Handhabung vertraut sein. Schauen Sie doch einmal nach, wo sich Ihr Verbandkasten befindet. Überprüfen Sie das Verfallsdatum und machen Sie sich mit dem Inhalt vertraut. Können Sie sich ferner noch an die lebensrettenden Sofortmaßnahmen am Unfallort erinnern?

Auch im Umgang mit dem Warndreieck sollten Sie geübt sein. Probieren Sie ruhig einmal aus, wie Sie das Zeichen aufbauen können – das gibt Sicherheit für den Ernstfall.

Maßnahmen nach einem Unfall

Die Absicherung der Unfallstelle hat höchste Priorität.

Verlassen Sie das Fahrzeug und bringen Sie sich in Sicherheit. Nicht selten kommt es kurze Zeit später zu weiteren Unfällen.

Verlassen Sie so schnell wie möglich die Fahrbahn und warten Sie mit ausreichendem Sicherheitsabstand (hinter der Leitplanke) auf Hilfe.

Achtung: Der Standstreifen ist auf Autobahnen so gefährlich wie eine Fahrspur.

Stellen Sie das Warndreieck in großem Abstand von Ihrem Fahrzeug auf. Auf Autobahnen sollten Sie etwa 300 Meter als Maß nehmen, auf Landstraßen und innerorts etwa 100 Meter.[/half] [half_last]Wenn Sie im Schätzen von Entfernungen unsicher sind, können Sie sich oftmals an den Leitpfosten am Fahrbahnrand orientieren. Sie befinden sich in der Regel 50 Meter voneinander entfernt.

Steht Ihr Fahrzeug hinter einer Kurve oder einer Kuppe, so stellen Sie das Warndreieck vor dieser auf (vom Unfallort aus gesehen hinter der Kurve).

Bedenken Sie die hohen Geschwindigkeiten, die auf Autobahnen gefahren werden und beachten Sie ebenfalls die entsprechenden Bremswege.

Laufen Sie nach Möglichkeit hinter der Leitplanke und halten Sie das Warndreieck ausgeklappt vor sich.


Mehr Sicherheit

Gesetzlich vorgeschrieben ist nur eine Basis-Sicherheitsausrüstung. Doch Verbandkasten und Warndreieck allein helfen nicht in allen Lagen. Wir empfehlen daher auch das Mitführen der folgenden Gegenstände:

Feuerlöscher: Mindestens ein Zwei-Kilogramm-ABC-Pulverlöscher sollte es schon sein. Noch sicherer fahren Sie, wenn Sie einen Sechs-Kilogramm-ABC-Pulverlöscher im Fahrzeug aufbewahren. Bedenken Sie bitte: Nicht nur Ihr eigenes Auto könnte unter Umständen Feuer fangen. Möglicherweise können Sie mit dieser Entscheidung einem anderen Autofahrer das Leben retten.

Gurtmesser: Nach einem Überschlag können Sie sich so aus dem zerstörten Fahrzeug befreien. Sie verhindern damit ein so genanntes “Hängetrauma”, das beim längeren Hängen im Sicherheitsgurt auftreten kann. Bei einem Hängetrauma kommt es zu einem regelrechten “Versacken” des Blutes in herabhängenden Körperteilen. Dieser Zustand ist potentiell lebensbedrohlich.

Blinkleuchte: Eine Blinkleuchte, die neben dem Warndreieck aufgestellt werden kann, sorgt für eine verbesserte Wahrnehmung der Verkehrsteilnehmer.

Warnwesten: In vielen europäischen Ländern sind sie bereits Pflicht, bei uns in Deutschland sollten Sie aber keineswegs darauf verzichten. Nach Unfällen oder Pannen erhöhen Warnwesten die Sicherheit immens. In der Dunkelheit, bei Regen oder Nebel werden Menschen auf der Fahrbahn häufig übersehen. Mit angelegten Warnwesten können Sie dieses Risiko verringern.

Taschenlampe: Taschenlampen können nicht nur bei Pannen hilfreich sein, sondern auch zur Warnung des fließenden Verkehrs genutzt werden. Mit kreisenden Bewegungen können Sie auf sich aufmerksam machen oder andere Autofahrer warnen.

Decke: Eine Rettungsfolie ist in Deutschland vorgeschriebener Bestandteil eines Verbandkastens in Kraftfahrzeugen. Nicht selten gibt es nach Verkehrsunfällen aber mehrere Verletzte. Eine zusätzliche Decke kann andere Unfallopfer vor Unterkühlung schützen oder für eine angenehmere Erstversorgung verwendet werden. Auch bei längeren Staus in der Winterzeit haben sich zusätzliche Decken bewährt.

(Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei allen Empfehlungen nur um Tipps handelt, aus denen keinerlei Haftungsansprüche abgeleitet werden können.)